Grosz

Jul 11, 2019 | Frühstück, Kaffee und Kuchen, Lokale

Das Gosz ist ein Kaffeehaus, das mich an ein Wiener Kaffeehaus erinnert. Es hat einen gewissen Charme, leise klassische Musik, Holzmöbel, Stuck an den Wänden, alte Kronleuchter und einen Kamin. Es ist ein nach hinten langgezogenes Lokal, die Kellnerinnen tragen einheitliche Uniformen aus schwarzen Oberteilen, schwarzen Rocken und weißer Schürzen. Leider trägt die Kellnerin nicht dazu passende weiße Turnschuhe.

Auf den ersten Blick schauen die Süßspeisen in der Vitrine sehr ansprechend aus. Doch beim genauerem Hinsehen sieht man, dass es an etwas Feinheit fehlt.
Das Grießflammerie sieht vielversprechend aus, ist aber leider alles andere. Es war nur Grießcreme, kein Kern, kein Crunch und kein Boden. Die Glasur war so hart, dass es entweder vom Vortag ausgetrocknet war oder die Glasur zu stark geliert war. Die 4,50€ sind in diesem Fall eine Frechheit und gar nicht wert. Der Früchtetee dazu war auch nichts besonderes, eine leicht bittere Note im Abgang.

Egg Hemingway war leider auch ein Fehlgriff. Ich glaube das Frühstück stand unter keinem guten Stern. Brötchen war nicht getoastet und saugte sich dadurch mit Flüssigkeit der anderen Zutaten an. Dotter war noch schön flüssig innen, Hollandaise hatte etwas zu viel Säure und war abgeflämmt. Der Lachs war nicht roher sondern durch. Entweder vom zu langen Abflämmen oder es war ein gegarter Lachs. Irgendwie harmonierte alles zusammen in diesem Gericht nicht, irgendetwas störte mich. Ich hatte die ganze Zeit beim Essen einen pelzigen Geschmack oder ein pelziges Gefühl im Mund.